Militärische Antwort auf soziale Proteste in Kolumbien – Stellungnahme der MRKK

Die Organisationen der Deutschen Menschenrechtskoordination Kolumbien zeigen sich besorgt über die exzessive Polizeigewalt gegen Demonstrierende bei den aktuellen Protesten in Kolumbien. In einer gemeinsamen Stellungnahme weisen sie auch auf den Schaden für den Friedensprozess hin.

BGH: SIG Sauer muss wegen illegaler Waffenexporte nach Kolumbien 11 Millionen Euro zahlen

Pressemitteilung von Aktion Aufschrei zum Urteil des Bundesgerichtshof sowie link zum Dossier von terre des hommes zu den illegalen SIGSauer-Exporten nach Kolumbien. SIG-Sauer-Pistolen werden in Kolumbien bei Verbrechen und Menschenrechtsverletzungen eingesetzt

Eilaktion AI: Journalist José A. Tejada muss geschützt werden!

Am 7. Juli wurde ein Plan zur Tötung von José Alberto Tejada bekannt. Seit dem 28. April kam es zu mehr als 14 Vorfällen. So wurde er von Unbekannten beschattet und erhielt von einem Beamten der Sicherheitskräfte eine Morddrohung. Der Journalist hat mit seiner Arbeit entscheidend dazu beigetragen, Menschenrechtsverletzungen und Verbrechen gegen das Völkerrecht durch die Sicherheitskräfte während des kolumbianischen Generalstreiks in der Stadt Cali anzuprangern. José Alberto Tejada muss geschützt werden.

Kolumbien-aktuell No. 616 | August 2021

Kolumbien-aktuell No. 616 | August 2021

Die Menschenrechtssituation befindet sich zwar im Keller, aber viele Menschen zeigen auch in ihrem Alltag und mit erfinderischen Protestarten, dass wir nie aufgeben dürfen und immer Hoffnung besteht. Während in den grossen Städte die Proteste (durchaus mit Recht) die Aufmerksamkeit auf sich lenken, betrüben Nachrichten aus dem ländlichen Nariño, wo fast täglich Minderjährige rekrutiert werden – praktisch unbemerkt von der breiten Öffentlichkeit. Und während sich hohe Politiker rund um die Regierung von einem Skandal zum nächsten schleppen, kämpfen Kokabauern und -bäuerinnen um ihr Überleben. Obwohl der Kokainhandel boomt, sind sie immer die Letzten im Umzug und bekommen sowohl die Strafen wie auch die Glyphosatbesprühungen direkt zu spüren. Und doch – aufgeben ist keine Option.

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Berlin, 12.08: WAYÚU – Hoffnung auf Wasser in La Guajira. Open-Air Kino & Diskussion

Berlin, 12.08: WAYÚU – Hoffnung auf Wasser in La Guajira. Open-Air Kino & Diskussion

Seit mehr als 2000 Jahren leben die Wayuu auf der Halbinsel La Guajira. Das wüstenhafte Klima der Region im Grenzgebiet zwischen Kolumbien und Venezuela hat ihnen stets ein hohes Anpassungsvermögen abverlangt. Heute bedrohen Klimawandel, Kohleabbau, der anhaltende bewaffnete Konflikt und der Einzug der westlichen Kultur das traditionelle Leben der Indigenen Gemeinschaft zusätzlich. Dabei sind die Schicksale der betroffenen Menschen ebenso verschieden wie die Strategien, um sich aus der Notlage zu befreien. Was sie alle eint, sind Forderungen nach dem Grundlegenden: Das Recht auf sauberes Wasser und ein würdevolles Leben.

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Kolumbien-aktuell No. 616 | August 2021

Kolumbien-aktuell No. 615 | Juni 2021

Obwohl die Proteste in Kolumbien jetzt bereits 2 Monate andauern und kein Ende in Sicht ist, gibt es doch auch noch andere, teilweise sogar positive Nachrichten. Einerseits, und dies gleich in Verbindung mit den Protesten, schliessen sich immer mehr Menschen in solidarischen Gruppen zusammen, um für die Rechte der Zivilgesellschaft einzustehen, allen voran die Mütter der vordersten Front. Weiter bittet Santos um Entschuldigung und die Schweizer Firma Glencore kauft die Kohlemine Cerrejón. Ob letzteres eine positive Nachricht ist und für wen, wird sich zwar erst noch zeigen, aber immerhin besteht jetzt erstmal Klarheit darüber, dass es weitergeht mit der Kohleförderung in der Guajira.

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