Aktuelles

Kolumbien-aktuell No. 623 | April 2022

Kolumbien-aktuell No. 623 | April 2022

Diesen Monat findet ihr in unserem Newsletter eine Mischung aus positiven und negativen Nachrichten. Einerseits stehen wieder einmal oder weiterhin die Interessen globaler, mächtiger Akteure im Zentrum; ein anderer Artikel diskutiert nationale Machtaspekte und deren Auswirkungen in den Medien. Andererseits haben ehemalige Militärangehörige an von der JEP organisierten Veranstaltungen Kriegsverbrechen öffentlich zugegeben und das Fracking Pilotprojekt in Puerto Wilches ist bis auf Weiteres suspendiert. Auch die Arbeit der Wahrheitskommission trägt Früchte und wächst auch in der Schweiz. Obwohl also die Machtverteilung häufig ungerecht ist und immer wieder zu Menschenrechtsverletzungen führt, kann Widerstand von unten durchaus auch erfolgreich sein.

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BERLIn, 17.05:  „Gewaltsames Verschwindenlassen – ein Trauma für die gesamte Gesellschaft“

BERLIn, 17.05: „Gewaltsames Verschwindenlassen – ein Trauma für die gesamte Gesellschaft“

Im ersten Teil der Veranstaltung soll exemplarisch mit Hilfe von Erfahrungen und Reflexionen aus Kolumbien und Mexiko veranschaulicht werden, was das gewaltsame Verschwindenlassen mit einer Gesellschaft macht. Anschließend sollen im zweiten Teil der Veranstaltung die politischen Fragen diskutiert werden, die sich daraus ergeben, und Schlüsse gezogen werden, was dies für die deutsche Außenpolitik und Entwicklungszusammenarbeit bedeuten sollte.

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Kolumbien-aktuell No. 623 | April 2022

Kolumbien-aktuell No. 622 | März 2022

Im letzten Monat ist Einiges passiert in Kolumbien. Am 13. März waren Parlamentswahlen und es wurde vorgewählt, welche Präsidentschaftskandidat*innen Ende Mai antreten dürfen. Die Resultate sind keine grossen Überraschungen, aber durchaus bemerkenswert. Zum Beispiel hat Francia Marquez als Vertreterin der ‘Niemande’ die Chance, Vizepräsidentin zu werden. Ebenso wurden zum ersten Mal 16 Friedenssitze für das Parlament gewählt, die für Opfer des Konflikts reserviert sind. Sehr hoffnungsfrohe Neugkeiten, die natürlich nicht ohne Schatten auf die Bühne traten. Und trotzdem sollte das ihren transformativen Charakter nicht abschwächen. Betrachtet man die neusten Berichte von internationalen Organismen, braucht Kolumbien mehr denn je einen Wandel in eine neue Richtung.

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14-17-18.06: Veranstaltungs-reihe:Crashkurs Rohstoffwende gestalten

14-17-18.06: Veranstaltungs-reihe:Crashkurs Rohstoffwende gestalten

In diesem Crashkurs soll es um einen Kurswechsel gehen, um die gemeinsame Gestaltung einer Rohstoffwende. Dafür schauen wir unter anderem auf Themen der zirkulären Ökonomie, der absoluten Reduktion des Rohstoffverbrauchs aus globaler Perspektive sowie der Verankerung von umweltbezogenen Sorgfaltspflichten und des Schutzes von Menschenrechten beispielsweise in der Europäischen Batterieverordnung. Gemeinsam diskutieren wir, warum eine Rohstoffwende notwendig ist, was wir darunter verstehen und welche konkreten Schritte wir von der Bundesregierung erwarten. Außerdem denken wir die Bekämpfung der Klimakrise und die Mobilitätswende mit der Rohstoffwende zusammen. Wo gibt es Anknüpfungspunkte, wo liegen Risiken und Chancen?

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PM: Deutschlandbesuch Lucía González-Kolumbiens Wahrheits-kommission

PM: Deutschlandbesuch Lucía González-Kolumbiens Wahrheits-kommission

Hauptzweck des Besuchs der Kommissionsbeauftragten Lucía González ist es, den Prozess der Vorbereitung der Gesellschaft auf die Übergabe des Abschlussberichts zu erläutern. Dabei spielt die Frage des Exils – u. a. auch in Deutschland – als Folge des internen bewaffneten Konflikts in Kolumbien eine besondere Rolle. Sie wird außerdem über die die Strategien und Allianzen für die Aneignung des Berichts durch die Zivilgesellschaft und die pädagogischen und künstlerischen Aktionen, die für seine Verbreitung durchgeführt werden, berichten.

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Kolumbien-aktuell No. 623 | April 2022

Kolumbien-aktuell No. 621 | Februar 2022

Auch im Februar hält die Gewalt unvermindert an. In wenigen Wochen finden die Parlamentswahlen statt, und illegale bewaffnete Gruppen schüchtern massiv KandidatInnen ein. Weiter werden Kleinbauernführer, LandrechtaktivistInnen und OpponentInnen gegen extraktivistische Projekte ermordet, mit dem Tod bedroht oder vertrieben. Nationale und wie Internationale Stimmen drücken vehement ihre Sorge über die Gewalteskalation aus – bisher ohne Einfluss auf die Regierung Duque. Ganz Ende Jahr hat Glencore Prodeco endlich den Bericht über die 2018 durchgeführte menschenrechtliche Folgeabschätzung veröffentlicht – ein Erfolgt für die Hartnäckigkeit der ask! leider lässt der Bericht noch viel zu wünschen übrig, wie der dritte Artikel dieses Newsletters ausführt.

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