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Kolumbien-aktuell No. 619 | November/Dezember 2021

Kolumbien-aktuell No. 619 | November/Dezember 2021

Das zu Ende gehende Jahr 2021 scheint leider das gewalttätigste seit der Unterzeichnung des Friedensabkommens zu werden. Die Umsetzung des Friedensabkommens kommt weiterhin nur schleppend voran. Nach einem Drittel der Zeit für die Umsetzung des Abkommens sind Kapitel wie politische Partizipation oder die Integrale Agrarreform aber auch die Bestimmungen zur Drogenpolitik immer noch wenig fortgeschritten. Die Regierung Duque scheint sich weiterhin vor allem auf die Kritiker der Gewaltspirale und Menschenrechtskrise einzuschiessen statt wirklich an Lösungen zu arbeiten. Trotzdem gibt es zum Jahresende auch ein paar gute Nachrichten: Dank der Beharrlichkeit vieler Organisationen kommt immer wieder ein Stückchen Wahrheit ans Licht, die kolumbianische Justiz sorgt immer wieder für Gerechtigkeit und die FARC wurden endlich von der US-Terrorliste entfernt.

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Kolumbien-aktuell No. 619 | November/Dezember 2021

Kolumbien-aktuell No. 618 | Oktober 2021

Auch der Monat Oktober sorgte für Schlagzeilen in Kolumbien: Auf nationaler Ebene gab es Festnahmen von Paramilitärs wie auch von sozialen Führerungspersonen. Die Grenzregion zu Venezuela wurde militarisiert nachdem Venezuela den über zwei Jahre geschlossenen Grenzübergang wieder öffnete. Ehemalige hohe Militärs werden wegen Verschwindenlassen von Personen bei der Rückeroberung des Justizpalasts 1985 verurteilt. Auf internationaler Ebene gab es ein umstrittenes Urteil des Weltbankschiedgerichts, das zwar das Recht Kolumbiens auf Umweltschutzmassnahmen bestätigt, aber die konkrete Umsetzung des Schutzes des Páramos Danturban als für das Unternehmen Eco Oro unfair qualifiziert. In Cesar wird der Kohlesektor ohne Rücksicht auf die Lokalbevölkerung restrukturiert. Für die ask! war der Oktober bereits der zweite Monat der Informationskampagne zum Thema fünf Jahre nach Unterzeichnung des Friedensabkommens, mit verschiedenen Veranstaltungen und Infos auf Facebook.

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Kolumbien-aktuell No. 619 | November/Dezember 2021

Kolumbien-aktuell No. 617 | September 2021

Diesen Monat sind es fünf Jahre seit der Unterzeichnung des Friedensabkommens zwischen der kolumbianischen Regierung und der FARC. Gleichzeitig ziehen die kolumbianischen Menschenrechtsplattformen wiederum eine Jahresbilanz der Regierung Duque – wie zu erwarten keine positive. Obwohl wegen der Repression der Bevölkerung massive internationale Kritik an der kolumbianischen Regierung geübt wurde, scheint es nicht genug gewesen zu sein, um wirkliche Veränderungen zu bewirken. Umso wichtiger bleibt es, dass wir uns gemeinsam hier in der Schweiz dafür engagieren, dass die kolumbianische Zivilbevölkerung auch bei uns eine Stimme erhält. Diesen und die nächsten Monate informiert die ask! an verschiedenen Veranstaltungen, mit Artikeln und auf Facebook über die Fortschritte und Rückschritte des Friedensabkommens und aktuelle Geschehnisse.

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Kolumbien-aktuell No. 619 | November/Dezember 2021

Kolumbien-aktuell No. 616 | August 2021

Die Menschenrechtssituation befindet sich zwar im Keller, aber viele Menschen zeigen auch in ihrem Alltag und mit erfinderischen Protestarten, dass wir nie aufgeben dürfen und immer Hoffnung besteht. Während in den grossen Städte die Proteste (durchaus mit Recht) die Aufmerksamkeit auf sich lenken, betrüben Nachrichten aus dem ländlichen Nariño, wo fast täglich Minderjährige rekrutiert werden – praktisch unbemerkt von der breiten Öffentlichkeit. Und während sich hohe Politiker rund um die Regierung von einem Skandal zum nächsten schleppen, kämpfen Kokabauern und -bäuerinnen um ihr Überleben. Obwohl der Kokainhandel boomt, sind sie immer die Letzten im Umzug und bekommen sowohl die Strafen wie auch die Glyphosatbesprühungen direkt zu spüren. Und doch – aufgeben ist keine Option.

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Cali: In the epicenter of repression: Human rights violations during the 2021 national strike

Cali: In the epicenter of repression: Human rights violations during the 2021 national strike

30.07.2021:

Amnesty International belegt, dass die Regierung mit unrechtmäßiger Gewalt gegen friedliche Proteste in Kolumbien vorgeht. Hunderte Protestierende und Menschenrechtsverteidiger_innen berichteten der Menschenrechtsorganisation von Tränengas und tödlichen Waffen, von willkürlichen Verhaftungen, Angriffen durch bewaffnete Zivilpersonen mit Zustimmung der Polizei sowie Folter seit Beginn des Generalstreiks in Cali im April 2021.

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Kolumbien-aktuell No. 619 | November/Dezember 2021

Kolumbien-aktuell No. 614 | Mai 2021

Proteste, Proteste, Proteste. Der Monat Mai war in Kolumbien von diesem Wort geprägt. Und es scheint kein Ende in Sicht. Die Regierung versucht mit Drohungen und vagen Versprechen die Streikenden zu schwächen, doch die geben nicht nach. Immer neue Formen des friedlichen Widerstands werden ersonnen, gegen die die Staatsgewalt immer absurder erscheint.

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