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Kolumbien-aktuell No. 618 | Oktober 2021

Kolumbien-aktuell No. 618 | Oktober 2021

Auch der Monat Oktober sorgte für Schlagzeilen in Kolumbien: Auf nationaler Ebene gab es Festnahmen von Paramilitärs wie auch von sozialen Führerungspersonen. Die Grenzregion zu Venezuela wurde militarisiert nachdem Venezuela den über zwei Jahre geschlossenen Grenzübergang wieder öffnete. Ehemalige hohe Militärs werden wegen Verschwindenlassen von Personen bei der Rückeroberung des Justizpalasts 1985 verurteilt. Auf internationaler Ebene gab es ein umstrittenes Urteil des Weltbankschiedgerichts, das zwar das Recht Kolumbiens auf Umweltschutzmassnahmen bestätigt, aber die konkrete Umsetzung des Schutzes des Páramos Danturban als für das Unternehmen Eco Oro unfair qualifiziert. In Cesar wird der Kohlesektor ohne Rücksicht auf die Lokalbevölkerung restrukturiert. Für die ask! war der Oktober bereits der zweite Monat der Informationskampagne zum Thema fünf Jahre nach Unterzeichnung des Friedensabkommens, mit verschiedenen Veranstaltungen und Infos auf Facebook.

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Kolumbien-aktuell No. 618 | Oktober 2021

Kolumbien-aktuell No. 617 | September 2021

Diesen Monat sind es fünf Jahre seit der Unterzeichnung des Friedensabkommens zwischen der kolumbianischen Regierung und der FARC. Gleichzeitig ziehen die kolumbianischen Menschenrechtsplattformen wiederum eine Jahresbilanz der Regierung Duque – wie zu erwarten keine positive. Obwohl wegen der Repression der Bevölkerung massive internationale Kritik an der kolumbianischen Regierung geübt wurde, scheint es nicht genug gewesen zu sein, um wirkliche Veränderungen zu bewirken. Umso wichtiger bleibt es, dass wir uns gemeinsam hier in der Schweiz dafür engagieren, dass die kolumbianische Zivilbevölkerung auch bei uns eine Stimme erhält. Diesen und die nächsten Monate informiert die ask! an verschiedenen Veranstaltungen, mit Artikeln und auf Facebook über die Fortschritte und Rückschritte des Friedensabkommens und aktuelle Geschehnisse.

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Kolumbien-aktuell No. 618 | Oktober 2021

Kolumbien-aktuell No. 616 | August 2021

Die Menschenrechtssituation befindet sich zwar im Keller, aber viele Menschen zeigen auch in ihrem Alltag und mit erfinderischen Protestarten, dass wir nie aufgeben dürfen und immer Hoffnung besteht. Während in den grossen Städte die Proteste (durchaus mit Recht) die Aufmerksamkeit auf sich lenken, betrüben Nachrichten aus dem ländlichen Nariño, wo fast täglich Minderjährige rekrutiert werden – praktisch unbemerkt von der breiten Öffentlichkeit. Und während sich hohe Politiker rund um die Regierung von einem Skandal zum nächsten schleppen, kämpfen Kokabauern und -bäuerinnen um ihr Überleben. Obwohl der Kokainhandel boomt, sind sie immer die Letzten im Umzug und bekommen sowohl die Strafen wie auch die Glyphosatbesprühungen direkt zu spüren. Und doch – aufgeben ist keine Option.

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Cali: In the epicenter of repression: Human rights violations during the 2021 national strike

Cali: In the epicenter of repression: Human rights violations during the 2021 national strike

30.07.2021:

Amnesty International belegt, dass die Regierung mit unrechtmäßiger Gewalt gegen friedliche Proteste in Kolumbien vorgeht. Hunderte Protestierende und Menschenrechtsverteidiger_innen berichteten der Menschenrechtsorganisation von Tränengas und tödlichen Waffen, von willkürlichen Verhaftungen, Angriffen durch bewaffnete Zivilpersonen mit Zustimmung der Polizei sowie Folter seit Beginn des Generalstreiks in Cali im April 2021.

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Kolumbien-aktuell No. 618 | Oktober 2021

Kolumbien-aktuell No. 614 | Mai 2021

Proteste, Proteste, Proteste. Der Monat Mai war in Kolumbien von diesem Wort geprägt. Und es scheint kein Ende in Sicht. Die Regierung versucht mit Drohungen und vagen Versprechen die Streikenden zu schwächen, doch die geben nicht nach. Immer neue Formen des friedlichen Widerstands werden ersonnen, gegen die die Staatsgewalt immer absurder erscheint.

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HRW Bericht: Egregious Police Abuses against Protesters

HRW Bericht: Egregious Police Abuses against Protesters

Am 28.04.2021 haben in Kolumbien Proteste begonnen, die für länger als einen Monat andauern. Diese wurden von der Regierung und den Institutionen teils mit massiver Gewalt und Übergriffen der Sicherheitskräfte, auch gegen friedliche Proteste, beantwortet. Dies wurde vielfach vor Ort dokumentiert. Human Rights Watch hat die Berichte, Videos etc. verifiziert und einen Bericht dazu erstellt und fordert unter anderem eine grundsätzliche Reform der Polizei, welche in Kolumbien bisher dem Verteidigungsministerium unterstellt ist.

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