Berlin, 21.04.:Protest ist ein Recht und kein Verbrechen! Kriminalisierung sozialer Bewegungen in Kolumbien

Podiumsgespräch mit Alexandra Huck (kolko – Menschenrechte für Kolumbien e.V.), Janina Rühl (Lateinamerika-Institut Berlin) und der der Kolumbienkampagne Berlin. Moderation: Noemi Stelzig – Lateinamerika-Institut Berlin Kolumbien ist für politisch Engagierte ein gefährliches Land. Besonders gefährdet sind Oppositionelle, soziale Bewegungen und Menschen, die sich für ihre Landrechte einsetzen. Sowohl auf dem Land als auch in den […]

Podiumsgespräch mit Alexandra Huck (kolko – Menschenrechte für Kolumbien e.V.), Janina Rühl (Lateinamerika-Institut Berlin) und der der Kolumbienkampagne Berlin.

Moderation: Noemi Stelzig – Lateinamerika-Institut Berlin

Kolumbien ist für politisch Engagierte ein gefährliches Land. Besonders gefährdet sind Oppositionelle, soziale Bewegungen und Menschen, die sich für ihre Landrechte einsetzen. Sowohl auf dem Land als auch in den Städten werden Menschenrechts- und Umweltaktivist_innen, Gewerkschaftler_innen, Sprecher_innen von Vertriebenen und Bauernorganisationen vielfach bedroht, kriminalisiert, diffamiert oder gar ermordet. Sozialer Protest wird dadurch geschwächt und ist nur unter einem enormen persönlichen Risiko möglich. Obwohl das Recht auf Protest in der Verfassung festgeschrieben ist, gibt es in der Praxis viele Hürden sowie in den letzten Jahren verschärfte Gesetze, die Proteste erschweren. Während einerseits in Havanna Friedensverhandlungen zwischen Regierung und FARC-Guerilla stattfinden, ist die Zahl der Drohungen und Ermordungen von Menschenrechtsverteidiger_innen in den letzten Jahren gestiegen. So werden Aktivist_innen zunehmend eingeschränkt und damit geschwächt.

Welche Formen der Kriminalisierung und Repression existieren und wie laufen diese ab?
Welche rechtlichen Veränderungen hat es gegeben, die zu verstärkter Kriminalisierung führen?
Welche anderen Einschränkungen existieren de facto und wie ist die Rolle staatlicher Akteure und nicht-staatlicher Akteure wie z.B.: Unternehmen?
Wie versuchen soziale Bewegungen damit umzugehen und auf diese Situation aufmerksam zu machen?
Diese Fragen werden die Podiumsgäste erläutern und diskutieren und dabei auch Bezug nehmen auf die Friedensverhandlungen zwischen Regierung und FARC-Guerilla nehmen.

Veranstaltungsort: LAF – Bismarckstr. 101, 10625 Berlin, 5. Etage, Eingang Weimarer Str.! Verkehrsverbindung:  U2 Deutsche Oper.

Do, 21. April 2016, 19 Uhr

 

Ankündigung „Kriminalisierung von Protesten„:

160421_Kriminalisierung-sozialer-Proteste