Drochtersen-Hüll, 02.-04.11.: Seminar „Wenn nur die Kohle zählt…“ Steinkohle aus Kolumbien für Strom in Europa

———– PROGRAMM AKTUALISIERT——– Steinkohle wird in Kolumbien in großem Stil im Tagebau ausgebeutet und geht zu fast 100 Prozent in den Export – überwiegend nach Europa. In Deutschland wird kolumbianische Kohle größtenteils verstromt, vielleicht auch bald im geplanten Kohlekraftwerk in Stade. Von dem Milliardengeschäft profitieren nur einige Wenige: Bergbau-Multis und die Energie-Konzerne. In Kolumbien bedeuten […]

———– PROGRAMM AKTUALISIERT——–

Steinkohle wird in Kolumbien in großem Stil im Tagebau ausgebeutet und geht zu fast 100 Prozent in den Export – überwiegend nach Europa. In Deutschland wird kolumbianische Kohle größtenteils verstromt, vielleicht auch bald im geplanten Kohlekraftwerk in Stade. Von dem Milliardengeschäft profitieren nur einige Wenige: Bergbau-Multis und die Energie-Konzerne. In Kolumbien bedeuten die Kohletagebaue Zwangsumsiedelungen und massive Menschenrechtsverletzungen. Landschaft und Umwelt werden zerstört, Luft und Wasser kontaminiert. Menschen werden krank und verlieren ihre Lebensgrundlage, so z.B. die afrokolumbianischen und indigenen Gemeinschaften in der Guajira im Norden des Kolumbiens.

Darüber berichten die Vertreterin der Jugendlichen der indigenen Gemeinschaft in Provincial (Guajira) und die Menschenrechts-Anwältin Yessika Hoyos (CAJAR).
Juana Corral (AG Bergbau und Menschenrechte in Kolumbien) in einem Einstiegsreferat erläutern die sozialen und Umwelt-Folgen des Steinkohlebergbaus in Kolumbien.
Felipe Corral (TU Berlin) stellt die wirtschaftlichen und politischen Aspekte des Kohle-Tagebaus in Kolumbien dar und stellt die internationalen Handelsbeziehungen dar.
Mabel Lara (Arbeitsgruppe Schweiz Kolumbien) berichtet über die Situation vom Bergbau betroffenen Gemeinschaften in der Guajira und Cesar und die Arbeit der ASK.
Vertreter*innen von Ende Gelände und andere Umweltgruppen berichten über das in Stade geplante Kohlekraftwerk des Chemie-Multis DOW und die Bewegung dagegen.
Darüber hinaus stellen wir Materialien und Methoden zum Thema Kohle/Extraktivismus für die Bildungs- und Kampagnenarbeit vor. Wir haben außerdem Zeit und Raum für Diskussion, regen Austausch und Vernetzung eingeplant.
Darüber hinaus stellen wir Materialien und Methoden zum Thema Kohle/Extraktivismus für die Bildungs- und Kampagnenarbeit vor. Wir haben außerdem Zeit und Raum ein für regen Diskussion und Austausch sowie gemeinsame Planung und Vernetzung eingeplant.

Das Seminar findet – mit Übersetzung – auf Deutsch und Spanisch statt. Gerne Materialien und Medien aus der eigenen Arbeit / Praxis mitbringen!

Datum: 2.-4.11.2018

Anmeldung: http://www.abc-huell.de/2018/09/27/wenn-nur-die-kohle-zaehlt-steinkohle-aus-kolumbien-fuer-strom-in-europa-2-4-11-2018/
Ort: ABC Bildungs- und Tagungszentrum – Bauernreihe 1 – 21706 Drochtersen-Hüll (76,6 km von Hamburg)
Das Seminar ist mit Unterbringung und Vollverpflegung!
Kostenbeitrag: 20 – 80 Euro (nach Selbsteinschätzung)
20 Euro Anmeldegebühr bitte auf das Konto des ABC – Stichwort „Kolumbien“

Anreise:
– mit ÖPNV/Bahn bis Himmelpforten: Abholung um 16:08 Uhr – bitte Bedarf anmelden!
– Auto: siehe Anfahrtsbeschreibung unter:

http://www.abc-huell.de/kontakt/anreise/

Veranstalter: ABC-Bildungs- und Tagungszentrum

Das Seminar wird gefördert von Bundeszentrale für politische Bildung und Brot für die Welt.

Programm: 181025Ankündigung und Programm – FINAL