Kein Frieden für MenschenrechtsverteidigerInnen – von F. Dreher, ask! Schweiz

29.09.2017 | Von Fabian Dreher

Dank dem Friedensabkommen zwischen Regierung und FARC nimmt die Gewalt in Kolumbien im ersten Halbjahr 2017 deutlich ab. Davon ausgenommen ist leider die Gewalt gegen MenschenrechtsverteidigerInnen. Während die Drohungen leicht abnehmen, haben vor allem die Morde an Verteidigerinnen und Verteidigern der Menschenrechte deutlich zugenommen.

Seit Anfang Januar 2017 wird in Kolumbien das Friedensabkommen zwischen Regierung und den FARC umgesetzt. Dadurch haben bewaffnete Auseinandersetzungen in den umkämpften Gebieten deutlich abgenommen. Positiv wirkt sich dies auf die Zivilbevölkerung aus, die bis anhin durch die Kampfhandlungen immer wieder in Mitleidenschaft gezogen wurde.

Die Situation der MenschenrechtsverteidigerInnen jedoch hat sich im ersten Halbjahr 2017 eher verschlechtert. Gemäss dem Halbjahresbericht (SIADDHH)[1] des Programms Somos Defensores, das den Schutz von MenschenrechtsverteidigerInnen zum Ziel hat, wurden zwischen Januar und Juni 2017 51 MenschenrechtsverteidigerInnen in Kolumbien getötet, gegenüber 35 Mordopfern in der Vorjahresperiode. Dies entspricht einer Zunahme um über 30 Prozent. Der Frieden ist damit bei den Verteidigerinnen und Verteidigern der Menschenrechte in Kolumbien bis heute noch nicht angekommen…

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http://www.askonline.ch/themen/menschenrechte/berichte-ausgewaehlter-organisationen/kein-frieden-fuer-menschenrechtsverteidigerinnen/

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