RUNDBRIEF 2/2011 September 2011

KOLUMBIEN-KOORDINATIONSGRUPPE ai

Inhaltlicher Überblick

Zunächst blickt Henning Möldner aus menschenrechtlicher Perspektive zurück auf die vergangenen 365 Tage der Santos-Regierung und zieht eine Bilanz über die Erfolge der neuen Regierung und die unvermindert kritische Menschenrechtslage. Wie wir im vergangenen Rundbrief schon berichtet haben, kamen im November 2010 zwei Madres de Soacha nach Deutschland, um über ihren unermüdlichen Kampf für Gerechtigkeit im Fall ihrer ermordeten Söhne zu erzählen. Nach dreijährigen Untersuchungen fiel im Fall der extralegalen Hinrichtungen (falsos positivos) gegen acht Militärangehörige am 15. Juli 2011 das erste Gerichtsurteil.

Jessica Hübschmann ordnet die Bedeutung dieses Richterspruchs in ihrem Beitrag ein. Im Juni dieses Jahres verabschiedete das kolumbianische Parlament auch das sogenannte Opfer- und
Landrückgabegesetz (Ley de Víctimas y Restitución de Tierras). Einige sehen das neue Gesetz bereits als Meilenstein im Kampf um Entschädigung der Opfer des innterkolumbianischen Konfliktes. Matthias
Schreibers analysiert es in seiner Bedeutung für die Menschenrechtslage im Land.

Schließlich finden sie noch einen Bericht über den Besuch von drei Mitgliedern der Kolumbien- Koordinationsgruppe im internationalen Sekretariat von Amnesty International in London Ende August,
sowie das Kapitel zu Kolumbien aus dem aktuellen Jahresbericht von Amnesty International.

RUNDBRIEF (PDF Datei)
https://www.kolko.net/downloads/2011_II_Rundbrief_Amnesty%20Kolumbien.pdf