Zunehmende Gewalt gegen Gewerkschafter in Kolumbien

Die Zahl ermordeter Gewerkschafter in Kolumbien hat in diesem Jahr wieder zugenommen. Bisher wurden 24 Kolleginnen und Kollegen in dem Andenstaat Opfer von Gewaltverbrechen, darunter fünf Lehrer.

Nichts ist gut in Kolumbien. Ein Jahr nach der Zustimmung des Europäischen Parlaments für ein umfassendes Freihandelsabkommen zwischen der EU und Kolumbien, das im August dieses Jahres in Kraft getreten ist, nehmen die Morde und Bedrohungen von GewerkschafterInnen wieder zu. Vom 1. Januar bis zum 10. Dezember 2013, dem internationalen Tag der Menschenrechte, wurden mindestens 26 Morde, 13 Mordversuche, 149 Bedrohungen, 28 Fälle von gewaltsamen Übergriffen und 13 willkürliche Verhaftungen von GewerkschafterInnen registriert. Dies ist ein vorläufiges und sicher nicht vollständiges Ergebnis auf Grundlage von Informationen, die die Escuela Nacional Sindical (ENS), zusammengetragen hat. Die ENS, eine gewerkschaftliche Forschungs- und Bildungseinrichtung in der kolumbianischen Millionenstadt Medellin, die vom DGB Bildungswerk gefördert wird, dokumentiert seit Jahren die Gewalt gegen GewerkschafterInnen in dem Andenstaat.

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