Im Rahmen von Transparenz TV und der Sendereihe „Friedensfragen“ sprach Clemens Ronnefeldt mit Alexandra Huck über die Menschenrechtsarbeit in Deutschland zu Kolumbien.
Im Rahmen von Transparenz TV und der Sendereihe „Friedensfragen“ sprach Clemens Ronnefeldt mit Alexandra Huck über die Menschenrechtsarbeit in Deutschland zu Kolumbien.
Im Rahmen von Transparenz TV und der Sendereihe „Friedensfragen“ hat Clemens Ronnefeldt ein Interview mit Christiane Schwarz geführt.
Die Menschenrechtssituation befindet sich zwar im Keller, aber viele Menschen zeigen auch in ihrem Alltag und mit erfinderischen Protestarten, dass wir nie aufgeben dürfen und immer Hoffnung besteht. Während in den grossen Städte die Proteste (durchaus mit Recht) die Aufmerksamkeit auf sich lenken, betrüben Nachrichten aus dem ländlichen Nariño, wo fast täglich Minderjährige rekrutiert werden – praktisch unbemerkt von der breiten Öffentlichkeit. Und während sich hohe Politiker rund um die Regierung von einem Skandal zum nächsten schleppen, kämpfen Kokabauern und -bäuerinnen um ihr Überleben. Obwohl der Kokainhandel boomt, sind sie immer die Letzten im Umzug und bekommen sowohl die Strafen wie auch die Glyphosatbesprühungen direkt zu spüren. Und doch – aufgeben ist keine Option.
Heinrich-Böll-Stiftung – Brot für die Welt – Instituto CAPAZ/
Online-Veranstaltung im Rahmen der Aktionskampagne „Verhaftet und Verschwunden“ der Koalition gegen das Gewaltsame Verschwindenlassen
30.07.2021:
Amnesty International belegt, dass die Regierung mit unrechtmäßiger Gewalt gegen friedliche Proteste in Kolumbien vorgeht. Hunderte Protestierende und Menschenrechtsverteidiger_innen berichteten der Menschenrechtsorganisation von Tränengas und tödlichen Waffen, von willkürlichen Verhaftungen, Angriffen durch bewaffnete Zivilpersonen mit Zustimmung der Polizei sowie Folter seit Beginn des Generalstreiks in Cali im April 2021.
Proteste, Proteste, Proteste. Der Monat Mai war in Kolumbien von diesem Wort geprägt. Und es scheint kein Ende in Sicht. Die Regierung versucht mit Drohungen und vagen Versprechen die Streikenden zu schwächen, doch die geben nicht nach. Immer neue Formen des friedlichen Widerstands werden ersonnen, gegen die die Staatsgewalt immer absurder erscheint.