Frankfurt a.M. 27.-29.11.: Kollektives Gedächtnis und Friedensprozess in Kolumbien

Seit 2016 das Friedensabkommen mit der FARC unterzeichnet wurde, treten in Kolumbien neue Formen von Gewaltanwendung auf. Die Umsetzung des Friedensabkommens ist ein zerbrechlicher Prozess. In der Folge von jahrzehntelanger Gewalt und Krisenerfahrung ist die Gesellschaft traumatisiert und vielfach gespaltenen. Dies erschwert die Bemühungen, Formen kollektiver Trauer, der Wahrheitsfindung und der Versöhnung zu entwickeln.

Nach dem ersten Frankfurter Symposium “Memoria, Posconflicto y Transmigración en Colombia” aus dem Jahre 2017 an der Goethe-Universität, soll das zweite Symposium die Reflexion über den Friedensprozess und die Prozesse der Rekonstruktion des kollektiven Gedächtnisses verlängern und vertiefen. Die zentrale Zielsetzung ist die Analyse der Folgen der Gewalt in der kolumbianischen Gesellschaft, in ihren sozio-kulturellen Strukturen und in der kollektiven Wahrnehmung. Gleichzeitig werden Formen der Wiederherstellung durch soziale, kulturelle Initiativen analysiert sowie die Prozesse der Rekonstruktion des kollektiven Gedächtnisses durch die Zivilbevölkerung mit Unterstützung diverser, nationaler und internationaler Organisationen und Institutionen.

Der lange Weg zum Frieden in Kolumbien erfordert die Einbeziehung verschiedener Akteure mit ihren unterschiedlichen Erfahrungen, Erinnerungen, Erwartungen und Bedürfnissen. Aus diesem Grunde versteht sich das II. Symposium als Raum für den Dialog zwischen verschiedenen Vertretern der kolumbianischen Gesellschaft und deutschen Institutionen. Der dadurch eröffnete wissenschaftliche Austausch und soll darüber hinaus auch einen Beitrag zur Stabilisierung der kolumbianischen Demokratie leisten.

Die Veranstaltung wird auf Spanisch stattfinden.

Zum Programm, für weitere Informationen usw. siehe:

https://simposiocolombia.wordpress.com/

 

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