Brot für die Welt: Kolumbien & Peru Rundbrief 10/2013

Oktober 2013

Während in Havanna ein möglicher Frieden für Kolumbien verhandelt wird, halten den ganzen Sommer über Proteste und Streiks in Kolumbien an. Nachdem die Bauernproteste im Catatumbo erst nach zwei Monaten beendet wurden, legt jetzt ein Streik verschiedener Sektoren weite Teile des Landes lahm. Auch hier geht es um die Verbesserung der Lebensbedingungen der Kleinbauern – Transportarbeiter, Studentenverbände und andere Sektoren haben sich angeschlossen. Die Regierung reagiert mit Verhandlungsangeboten und zugleich mit massiver Polizei-Gewalt.

Mittlerweile will Präsident Santos auch mit der ELN-Guerilla Friedensgespräche beginnen, nachdem diese einen kanadischen Ingenieur freigelassen hat.

Die Zahl der Binnenflüchtlinge steigt in Kolumbien unvermindert an. Im vergangenen Jahr wurde wieder über eine Viertelmillion Menschen gewaltsam vertrieben.

Wir freuen uns auf einen weiteren Besuch von Partnern aus Kolumbien: Im Oktober werden eine Vertreterin und ein Vertreter der Nasa-Indigenen auf Rundreise durch Deutschland sein. Auch ein Seminar in Berlin steht auf dem Programm.

Das Anwaltskollektiv „José Alvear Restrepo“ in Bogotá wird in diesem Jahr 35 Jahre alt: Herzlichen Glückwunsch!

Aus Peru berichtet Sandy El Berr über die Reform des Strafgesetzbuches, nach der Polizisten und Soldaten ohne strafrechtliche Verfolgung Zivilisten töten können. Außerdem informiert sie über Umweltschäden im Bereich des Bergbauprojekts Tintaya des Schweizer Multis Xstrata und den mangelnden staatlichen Schutz indigener Volksgruppen in Peru.

Neben weiteren Nachrichten finden sie in diesem Rundbrief wieder viele Tipps und Termine zu Kolumbien und Peru.

Jochen Schüller Thomas Sandner

Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit Abteilung Öffentlichkeitsarbeit und Kooperation
zu Kolumbien Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst

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