Neuer Bericht des UN-Hochkommissariates für Menschenrechte

Am 21.03. stellte das UN-Hochkommissariat für Menschenrechte den Bericht über das Jahr 2017 zu Kolumbien beim Menschenrechtsrat in Genf vor. Am selben Tag wurde auch die Akkreditierung des neuen Leiters des Büros in Kolumbien, Alberto Brunori, bekannt. Als Repräsentant des UN-Hochkommissariates in Kolumbien folgt Brunori auf Todd Howland.

Im Bericht des Hochkommissariates wird insgesamt über die Menschenrechtssituation berichtet und auf die Umsetzung des Friedensvertrages eingegangen. Das Hochkommissariat hat für das Jahr 2017 elf Fälle von mutmasslichen außergerichtlichen Hinrichtungen durch staatliche Sicherheitskräfte in den Departments Arauca, Bolíva, Cesar, Córdoba, Norte de Santander, Tolima und Cundinamarca dokumentiert. 2017 hat das Hochkommissariat 441 Angriffe auf Menschenrechtsverteidiger_innen registriert, davon 121 Morde.

Wie in den Vorjahren schließt der Bericht mit Empfehlungen an die kolumbianische Regierung und weitere Akteure.

Kolumbien wird sich am 08. Mai 20018 in Genf tournusgemäß dem alle vier Jahr stattfindenden Allgemeinen Prüfungsverfahren (Universal Periodic Review) unterziehen. Zwei Tage später wird sich Deutschland in Genf dem UPR unterziehen, bei dem andere Staaten Fragen stellen und Empfehlungen aussprechen können.

Der Bericht des UNHCHR zu Kolumbien ist auf Englisch und Spanisch zum download verfügbar:

http://www.hchr.org.co/index.php/informes-y-documentos/informes-anuales/8887-informe-del-alto-comisionado-de-las-naciones-unidas-para-los-derechos-humanos-sobre-la-situacion-de-derechos-humanos-en-colombia-durante-el-ano-2017

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