On 10 June 2011, President Juan Manuel Santos signed into law the Victims and Land Restitution Law. The Law and its associated decrees cover a range of interrelated issues.
Der Konflikt um Land wird als wesentlicher Ursprung des bewaffneten Konflikts in Kolumbien Mitte der 60er Jahre betrachtet. Seither wurden in Kolumbien mehr als 7 Millionen Menschen (15% der Bevölkerung) gewaltsam vertrieben, 6-10 Millionen Hektar Land wurden geraubt. De facto hat so eine Umverteilung weg von kleinbäuerlicher Bewirtschaftung hin zu Großgrundbesitz und Unternehmen stattgefunden.
Der Friedensvertrag mit der FARC-Guerilla von 2016 widmet ein ganzes Kapitel dem Thema ländliche Entwicklung. Während Kleinbäuer*innen in besonderem Maße zur Nahrungsmittel-Selbstversorgung von Kolumbien beitragen, werden auf großen Plantagen häufig Ölpalmen oder Zuckerrohr angebaut. Auch dem Steinkohle- und Goldbergbau fallen große Flächen zum Opfer. Die Ungleichheit in Kolumbien ist extrem groß, das gilt auch für die Verteilung von Land. Durch gewaltsame Vertreibung hat die Landkonzentration noch weiter zugenommen.
Der bewaffnete Konflikt in Kolumbien wird im Wesentlichen auf dem Land ausgetragen. Die Kontrolle über strategische Gebiete ist für alle bewaffneten Akteure von großer Bedeutung.
Die Verabschiedung des Gesetzes 1448 für Opferentschädigung und Landrückgabe im Jahr 2011 war ein Meilenstein, weil der Staat darin die Existenz des seit Jahrzehnten andauernden bewaffneten Konflikts anerkennt. Nicht nur die Umsetzung von Gesetz 1448, sondern vor allem auch die Umsetzung des Kapitels über ländliche Entwicklung aus dem Friedensvertrag blieb bisher weit hinter den Erwartungen zurück. Zwar wurden vielfach die lokalen Entwicklungspläne, PDETs, entworfen, doch ihre Umsetzung kommt nur schleppend voran. Das gilt erst recht für den im Friedensvertrag von 2016 vorgesehenen Fonds, aus dem Land an Kleinbäuer*innen verteilt werden soll.
Ein großes Problem ist die Tatsache, dass Kleinbäuer*innen und Vertriebene oft keine schriftlichen Dokumente über ihren Landbesitz vorlegen können. Gegenüber dem Anwaltsteam eines Großunternehmens sind ihre Chancen, ihre Rechte durchzusetzen, oftmals sehr gering. Hinzu kommen Drohungen: Landrechtsaktivist*innen sind in besonderem Maße von Drohungen und Morden betroffen. Diese haben seit Unterzeichnung des Friedensvertrags Ende 2016 in erschreckendem Maße zugenommen. Auch dies macht die Wiedergutmachung bzw. Landrückgabe sehr schwierig.
On 10 June 2011, President Juan Manuel Santos signed into law the Victims and Land Restitution Law. The Law and its associated decrees cover a range of interrelated issues.
Ende Januar hat ein Gericht im Department Antioquia sechs ehemalige Paramilitärs der ultrarechten Vereinigten Bürgerwehren Kolumbiens (AUC) wegen ihrer Beteiligung am Massaker in der Friedensgemeinde zu je 20 Jahren Haft verurteilt. Bei dem Massaker im Februar 2005 wurde auch der Gemeindeführer Luis Eduardo Guerra ermordet.
Today the US Office on Colombia published a report on the dramatic situation of land rights leaders and associations of displaced communities in Colombia.
Wir verurteilen aufs Schärfste die Ermordung von vier Geiseln durch die Guerillagruppe FARC –EP am 26.11.2011 im Süden Kolumbiens.
Arbeitsgruppe Schweiz-Kolumbien, FIAN, kolko - Menschenrechte für Kolumbien e.V., Rettet den Regenwald, Brot für alle und uniterre Deutsche und Schweizer Organisationen wenden sich in einem offenen Brief an die Naturkostproduzenten zum Fall Las Pavas, wo CI...
Peace Brigades International | 14.09.2010 Dauer: 5 Minuten. Englisch The Peace Community of San José de Apartadó - a model for civil resistance Comunidad de Paz de San José de Apartadó - modelo de resistencia civil