Kolumbien und Peru Rundbrief

Autor: Brot für die Welt

Der Friedensdialog zwischen der FARC-Guerilla und der kolumbianischen Regierung ist seit Mitte November in eine konkrete Phase eingetreten. Die in Vorverhandlungen vereinbarten fünf Themen werden nun in Havanna intensiv diskutiert und sollen nach dem Willen der kolumbianischen Regierung bald zu konkreten Ergebnissen führen. Die FARC sieht hingegen keinen Zeitdruck.

Sie hat noch vor der Verhandlungsrunde in Havanna eine einseitige Waffenruhe ausgerufen; die Regierung will dagegen den militärischen Druck auf die Guerrilla aufrechthalten. Auch ist die Frage der Beteiligung der Zivilgesellschaft im Friedensprozess noch weitestgehend ungeklärt.

Unabhängig vom Ausgang der Verhandlungen bleiben die vielen Widersprüche der kolumbianischen Gesellschaft und das schwere Erbe eines seit fast 50 Jahre währenden bewaffneten Konflikts schwierige Herausforderungen auf dem Weg zu einem dauerhaften Frieden.

Die sozialen Konflikte im Land gehen deshalb auch weiter. Die Vertriebenen von Las Pavas können hoffen, dass sie doch noch ihr Land zurück erhalten.

Aus Peru berichtet Sandy El Berr vom Besuch des klimapolitischen Sprechers der SPD- Bundestagsfraktion Frank Schwabe. Außerdem schreibt sie von der aktuellen Entwicklung um das Bergbauprojekt Conga, das möglicherweise vor dem Aus steht.

Anhänger des inhaftierten ehemaligen Präsidenten Fujimori fordern in einer massiven Kampagne dessen Begnadigung. Auch im juristischen Streit um die Colina-Gruppe geht es um schwere Verbrechen in der Vergangenheit.

Weitere Informationen zu Kolumbien und Peru sowie Tipps und Termine finden Sie ebenfalls in diesem Rundbrief.

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