10 Jahre Friedensabkommen in Kolumbien: Zwischen Fortschritt und neuer Gewalt
Vor zehn Jahren unterzeichnete Kolumbien ein historisches Friedensabkommen mit der FARC – ein Meilenstein der Übergangsjustiz, der international als Referenz für Friedensprozesse gilt. Deutschland begleitet das Land bis heute als verlässlicher Partner und unterstützt Prozesse der Friedenskonsolidierung, ländlichen Entwicklung, Reintegration demobilisierter Kämpfer*innen sowie der Opferentschädigung. Wie steht es heute, zehn Jahre nach Unterzeichnung des Abkommens, um den Friedensprozess? Das Bild ist widersprüchlich:Einerseits wurden wichtige Fortschritte bei der Beteiligung von Frauen*, indigenen Völkern und ethnischen Gruppen erzielt. Andererseits gefährden anhaltende Gewalt, Organisierte Kriminalität und strukturelle Schwächen des Staates die Konsolidierung des Friedens.
Präsident Gustavo Petro (2022-2026) verfolgte mit seiner Politik des umfassenden Friedens („Paz Total“) das Ziel, die Konfliktregionen durch eine enge Zusammenarbeit von Staat und Zivilgesellschaft zu transformieren.
Doch die Umsetzung scheiterte oft an institutionellen Defiziten und dem Einfluss illegaler Wirtschaftsstrukturen. Kolumbien steht vor schwierigen Herausforderungen: Die Zahl der Morde an Menschenrechtsverteidiger*
Die Veranstaltung bringt kolumbianische und europäische Expert*innen, Politiker*innen und Menschenrechtsverteidiger*
Programm
18:00 | Begrüßung
- Dr. Imme Scholz, Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung
- N.N, Menschenrechtskoordination Kolumbien (MRKK)
18:15 | Keynote „Zehn Jahre Friedensabkommen“
Martha Carvaljalino, ehemalige Landwirtschaftsministerin Kolumbiens (Juli 2024-August 2026)
18:45| Diskussion „Friedensprozess zwischen lokalen Realitäten und internationaler Verantwortung“ mit
- Elisabeth Moreno,
Menschenrechtsverteidigerin und Koordinatorin von FISCH (Foro Interétnico Solidaridad del Chocó) - Monsignore Hector Fabio Henao, Delegierter für die Beziehungen zwischen Kirche und Staat der Kolumbianischen Bischofskonferenz
- Martha Carvaljalino, Juristin und Politikerin, ehemalige Landwirtschaftsministerin Kolumbiens (Juli 2024-August 2026)
- Mildrey Corrales, Menschenrechtsverteidigerin und Koordinatorin der CCEEU (Coordinación Colombia Europa Estados Unidos)
- Niels Annen, Staatssekretär des BMZ (Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung)
Moderation: Alexandra Endres (Journalistin)
20:15 | Empfang mit kulturellem Beitrag
Kontakt
Victor Souza, Referat Lateinamerika
E souza@boell.de
Veranstalter: Amnesty International, Caritas International, Fian Deutschland, Friedrich-Ebert-Stiftung, Heinrich-Böll-Stiftung, kolko-Menschenrechte für Kolumbien, Misereor, Ökumenisches Büro für Frieden und Gerechtigkeit, Peace Brigades International – Deutscher Zweig.
ANMELDUNG: https://calendar.boell.de/de/



