Christine hatte kein leichtes, aber ein bewegtes und erfülltes Leben. Sie lebte viele Jahre in mehreren Ländern, u.a. in Bolivien (1963-1966), Kolumbien (1968-1972) und Liberia (1975-1980), was sie stark geprägt hat. Sie liebte die vielen spannenden Begegnungen und interkulturellen Freundschaften, von denen sie gerne mit Begeisterung berichtete.
Ende der 70iger Jahre wurde sie Mitglied bei Amnesty International und pax christi.
Seit Gründung des pax christi Solidaritätsfonds Eine Welt im Jahr 1992 engagierte sie sich für Menschenrechte in Zentral- und Lateinamerika. Insbesondere arbeitete sie eng mit FEDEFAM zusammen, der lateinamerikanischen Föderation der Familienangehörigen von gewaltsam Verschwundenen. Das Staatsverbrechen des Verschwindenlassens von Menschenrechtsverteidiger:innen, Gewerkschafter:innen und regimekritischen Menschen gab es fast überall in Lateinamerikas. Von 1993 bis 1997 baute sie das Menschenrechts-Referat der Missionszentrale der Franziskaner in Bonn auf. Sie war pax christi Friedensarbeiterin und mehrere Jahre im Präsidium tätig. Von 2000 bis 2002 arbeitete sie für pax christi und Misereor in Barrancabermeja/Kolumbien, wo sie Zeugin wurde von der paramilitärischen Einnahme der Stadt, deren Opfer sie mutig begleitete. Stets stand sie an der Seite der Armen, Entrechteten und Verfolgten. Viele Jahre vertrat sie pax christi in der Deutschen Menschenrechtskoordination Kolumbien. Bis 2015 war sie aktives Mitglied der pax christi Kommission Solidarität Eine Welt. Auch als die Kräfte nachließen, fühlte sie sich weiterhin der pax christi Bewegung sehr verbunden.
In unserer Erinnerung wird sie weiterleben als warmherzige und unermüdliche Kämpferin für eine friedliche und gerechte Welt. Möge sie in Frieden ruhen!
pax christi – Kommission Solidarität Eine Welt



