Die UN-Hochkommissarin für Menschenrechte, Bachelet, hat die kolumbianische Regierung in einer Pressemitteilung gedrängt, mehr für den Schutz der Zivilbevölkerung in Kolumbien zu tun. Besorgt zeigt sich Bachelet u.a. darüber, dass in Kolumbien 2020 bereits 66 Massaker stattgefunden haben. Das UN-Hochkommissariat zählt für das Jahr 2020 bis Anfang Dezember außerdem 120 ermordete Menschenrechtsverteidiger*innen. Die UN-Verifizierungsmission für den Friedensvertrag habe außerdem die Tötung von 244 ehemaligen FARC-Kombattant*innen registriert. Die von Bachelet erwähnte Kommission für nationale Sicherheitsgarantien (CNGS) soll eine Politik zur Bekämpfung jener illegalen Gewaltgruppen entwickeln, die für die Morde an den Aktivist*innen verantwortlich sind. Netzwerke der kolumbianischen Zivilgesellschaft haben hierzu in der CNGS bereits einen Vorschlag vorgelegt, der von der kolumbianischen Regierung jedoch kaum beachtet wird.




